Hamburg Baby & Pitch Time

…Tom hatte Lukas und mir in Kopenhagen großes Interesse an unserem Fitness-Konzept bekundet. Und so ging es für uns zum Sitz der Familie nach Hamburg um dort zu pitchen. Die Häuser wurden immer größer und die Abstände zwischen ihnen immer weiter. Sollte so die Zukunft für uns als Unternehmer aussehen? Hoffentlich ja, uns war aber klar, dass dafür noch sehr viel passieren musste. Heute hieß es aber erst mal verstehen, ob die Familie überhaupt ernsthaftes Interesse an unserem Projekt bzw. einem Investment haben würde.

Zu unserer Überraschung war fast die gesamte Familie, bestehend aus Vater, Bruder und Schwester von Tom, anwesend. Tom‘s Vater war der ehemalige CEO und Inhaber ihrer Elektronik Firma, hatte immer noch eine aktive Rolle als Beirat und hielt auch den größten Teil an der Familienholding. Diese wiederum investiert in Start Ups und so kamen wir ins Gespräch. Jeder von Tom’s Geschwistern ist aktiv in unterschiedlichen Unternehmen tätig. 

Also durch und durch eine Unternehmerfamilie. Im Zuge der Vorstellungsrunde erklärte uns Tom, dass die Familie immer nur dann investiert, wenn alle zu 100% an das Projekt glauben. Lukas kannte zwar schon Teile der Familie, aber uns war vorab weder klar gewesen, dass wir alle treffen würden, noch dass alle hier entscheiden – dementsprechend hieß es jetzt pitch baby pitch.

Klassisch führten wir durch Problem, Lösung, Marktgröße, USP, Umsatz und Kosten. Vielleicht auch hier im Blog ein ganz kurzer Auszug: Wir sehen zwei große Herausforderungen im Fitnessmarkt – einmal auf der Seite der Mitglieder und einmal auf der Seite der Studios. Lasst uns mit den Mitgliedern starten.

Hier wollen wir ein wirklich deprimierendes Probleme lösen: Nicht erfolgreiche und somit ungesunde bzw. nicht fitte Personen im Fitness Studio. Generell hört sich das nicht so dramatisch an. Wenn man aber bedenkt, dass wir heute schon nicht wissen, wie wir die älter werdende Bevölkerung, bei gleichzeitig explodierenden Gesundheitskosten in Zukunft bedienen sollen, dann sieht das schon anders aus (de facto wissen wir nicht wie wir die Gesundheitskosten im Alter finanzieren sollen).

Die Fitness Industrie hat sein Wachstum zum Breitensport (heute trainieren ja mehr Leute in Studios als Fußball gespielt wird) leider nicht genutzt, um gleichzeitig auch seine Dienstleistung für den Massenmarkt “ready” zu machen. Fitness ist heute immer noch:

  1. Viel zu komplex und schwer und somit für die großen Massenmarkt Gruppen (Untrainierte, Ältere, Eingeschränkte, Kranke etc.) nicht wirklich nutzbar.
  2. Nicht lustig und somit dauerhaft nur schwer in den Alltag zu integrieren. Der Großteil der Leute sieht Fitness als einen Schmerz der überwunden werden muss.
  3. Nicht wirklich dokumentier- und messbar. Wer würde denn Fußball spielen, wenn man keine Toren zählen würde? Fitness ist leider in den meisten Fällen noch so. Ergebnisse dauern lange bis sie sich einstellen, bis dahin lässt sich der Fortschritt nur schwer messen.

Aus unserer Sicht, sind das drei der Hauptgründe für die hohen Kündigungsquoten in den Fitness- und Gesundheitseinrichtungen.

Ein modernes Studiokonzept kann all diese Dinge auflösen und so Kunden erfolgreich und Betreiber noch wirtschaftlicher machen.

Neben der Endkunden-Brille kann man das Problem aber auch noch aus der Studiosicht betrachten:

  1. Es gibt keine ganz klare Kundenreise und somit keine Struktur für den Kunden um erfolgreich zu werden. Die meisten Dinge, die zu erlernen sind bzw. die von Dauer sein sollen, sind klar strukturiert. Denkt bspw. an alle Kampfsportarten – hier startet man mit einem weißen Gurt und lernt die Basics, bis man dann schließlich irgendwann mal den schwarzen Gurt erhält. Bis dahin ist jedem klar was zu tun bzw. zu lernen ist und wie lange das circa dauern wird. Das gilt für ganz viele Dinge wie Sprachen lernen (Level A2, oder B2), Schwimmen lernen (Seepferdchen bis hin zu Rettungsschwimmer) oder auch unsere Universitäten (Bachelor bis hin zum PhD bzw. Zwischenprüfungen)
  2. Des Weiteren sind bei erfolgreichen Unternehmen die Kunden-Interaktionspunkte meist sehr stark vereinheitlicht, so dass man ein hohes Maß an Qualität sicherstellen kann. Bspw. sind alle Hilton-Hotels sehr ähnlich aufgebaut, aber auch Handel und erfolgreiche Gastronomiekonzepte wie Vapiano und Co. setzten auf einheitliche Prozesse.
  3. Es kommt wenig Technologie zum Einsatz. So kann nicht von Daten und Automatisierung profitiert werden. 

Wir glauben, dass ein modernes Studiokonzept all diese Dinge auflösen kann und so sowohl Kunden erfolgreich und Betreiber noch wirtschaftlicher werden können.

Da der Großteil schon einmal in einem Studio war, stimmt er dieser Problemanalyse meist zu. Fast jeder von uns hat schon einmal eine negative Erfahrung in einem Gym gemacht. Auch Tom’s Familie teilte unsere Einschätzung, wollte dann aber verstehen, ob dieser Markt denn überhaupt wirklich so groß und profitabel sei? Und das werden wir uns nächste Woche gemeinsam anschauen…

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