Die größten Abnehmmythen – 5 Mahlzeiten pro Tag

Abnehmen, ist im wahrsten Sinne des Wortes kein leichtes Thema. Viele Dinge und Lehren sind zu beachten. Leider scheitern wir schon an so vermeintlich banalen Fragen wie “wie oft und wie viel sollen wir pro Tag essen”. Häufig hört man, dass man mindestens fünfmal am Tag essen soll, damit man nie in ein großes Heißhunger-Loch fällt. Dabei soll man primär auf Obst und Gemüse setzen, so dass man einerseits nicht zu viele Kalorien zu sich nimmt und andererseits gesund isst.

Leider können wir dieser Theorie nicht ganz zustimmen. Warum? Weil fünfmal am Tag essen dazu führt, dass unser Darm/Magen nie zur Ruhe kommt und wir ständig Insulin ausschütten müssen. Wer abnehmen will braucht nämlich primär einen konstanten Blutzuckerspiegel. Wenn dieser zu hoch ist, dann fährt unser Organismus ein Abwehrprogramm (zu viel Zucker führt dazu, dass wichtige Prozesse im Körper nicht mehr klappen) und schüttet Insulin aus. Insulin lässt den Blutzuckerspiegel wieder rasch absinken, meist sogar unter sein Ausgangsniveau (was Hunger und Müdigkeit nach sich zieht) – damit das geschieht, zieht unser Körper den ganzen Zucker aus dem Blut und lagert ihn in Form von Fett in unseren Zellen ein. Kurz gesagt: Wer seinen Blutzuckerspiegel zu schnell ansteigen lässt, der bunkert im gleichen Atemzug Fett ein. Somit wird vlt. auch verständlicher weshalb Kohlenhydrate fürs Abnehmen “schädlicher” sind als echtes Fett. Fett führt bei Weitem nicht zu einem so starken Anstieg des Blutzuckers und dementsprechend schütten wir auch weniger Insulin aus und speichern daher weniger Fett ein. Bei Kohlenhydraten muss man allerdings auch unterscheiden. Hier gibt es kurz- und langkettige: Kurzkettige sind vor allem Weißmehl in Form von Nudeln, Brot und Pizza bzw. Zucker in jeder Form – “kurz” bedeutet hier nur, dass der Körper diese Kohlenhydrate schnell aufspalten kann und der Zucker so auch schnell ins Blut gelangt – genau das wollen wir ja nicht. Wer vor allem langkettige Kohlenhydrate isst (Kartoffeln, Gemüse, Reis) der wird nicht nur satt, sondern gefährdet seinen Blutzuckerhaushalt auch nicht so und bleibt dünner.

Aber was hat das jetzt mit den fünf Mahlzeiten zu tun? Wenn wir ständig essen, dann muss unser Körper öfter Insulin ausschütten und kommt überhaupt nicht zu Ruhe. Die Bauchspeicheldrüse muss immer arbeiten und wird irgendwann aufgeben – wir bekommen dann Diabetes Typ II. Schlimmer wird das Ganze noch, wenn wir ganz kurzkettige Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker als Zwischenmahlzeit zu uns nehmen. 5 mal Obst am Tag ist für ein rasches Abnehmen somit sicherlich nicht ideal und führt ganz im Gegenteil zu Heißhungerattacken. Wir wollen das Thema aber nicht nur aus dem Gesichtspunkt des Gewichtsverlustes betrachten, denn schließlich gibt es auch Nährstoffe. Hier empfehlen wir aber einfach viel mehr Gemüse zu den Hauptmahlzeiten, dann sind wir wesentlich besser versorgt als mit Mangos und Co. Aktuelle Studien beweisen auch, dass eine Form des “Time Reduced Eatings” bzw. des “intermittierenden Fastens” für uns gesünder ist. Das bedeutet, dass wir weniger oft, dafür sehr gesunde Sachen in großem Maße essen (mehr zum Intermittierenden Fasten findet ihr in einem anderen Beitrag).

Zusammengefasst kann man sich also merken. Lieber drei mal am Tag viel Gemüse, viel Fett/Protein und langkettige Kohlenhydrate (Kartoffeln) essen, dann wird man einerseits nicht hungern und zugleich nicht zu viel essen. Darüber hinaus wird das Essen viel weniger als Fett gespeichert und wir riskieren auch nicht später an “Zucker/Diabetes” zu erkranken.

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