Cellulite ade

Cellulite, Orangenhaut und Dellen sind das Feindbild Nummer Eins der weiblichen Bevölkerung. Die vermeintliche Abneigung scheint nicht unbegründet zu sein, da knapp neunzig Prozent ab dem 20. Lebensjahr in der ein oder anderen Form davon betroffen sind. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich um das Thema Anti-Cellulite eine riesen Industrie aufgebaut hat. Alleine für Cremes und andere Orangen-hautprodukte werden pro Jahr mehr als drei Milliarden Dollar ausgegeben. Dazu kommen noch Ausgaben für Massagen, Lymphdrainagen und Wechselbäder.

Eine gute Creme kann gut und gerne 50 Euro oder mehr kosten, wohlgemerkt hält diese maximal für ein Monat und die Chancen auf Erfolgsaussicht sind eher gering. Aber was tun, wenn Kosmetik und Anwendungen nicht helfen? Tja, es bleibt leider nur die mit Anstrengung verbundene Antwort, Umstellung des Lebensstils: Ernährung, Training und die Reduktion von Giften wie Stress und Zigaretten sind mit Abstand die besten Mittel gegen die ungeliebten Beulen.

 

Im heutigen Beitrag wollen wir aber primär auf den Trainingsteil eingehen, da dieser auch den direktesten Einfluss hat. Um das besser zu verstehen, muss man ganz kurz den Aufbau unseres Körpers betrachten. Wenn wir uns den Oberschenkel (oder auch alle anderen Teile unseres Körpers) ansehen, so ist dieser aus Muskeln, Depotfett, Bindegewebe und Fett an der Oberhaut aufgebaut. Cellulite ist also nichts anderes als Fett an der Haut, welches durch das Bindegewebe nicht mehr richtig im tiefen und nicht sichtbaren Depotfett gehalten werden kann. Somit wird auch klar, es gibt nur zwei Wege die Dellen wirklich schrumpfen zu lassen: Erstens, die Reduktion des eigenen Fetts und zweitens, ein stärkeres Bindegewebe, so dass weniger Fett zur Oberhaut durchdringen kann. Nur wie soll das klappen? Ihr ahnt es schon – die Lösung ist Krafttraining.

Um Fett zu reduzieren gibt es natürlich verschiedene Wege. Der Aufbau von Muskeln ist mit Abstand aber der effektivste, da man nicht nur in der Trainingseinheit selbst Energie verbrennt, sondern dauerhaft einen erhöhten Umsatz hat. Das kommt durch das Mehr an Muskelmasse, welche mehr Energie benötigt und so die Pfunde quasi dauerhaft von alleine schmelzen lassen, sofern man seinen Lebensstil nicht zum Ungesunden ändert.

 

Um das Bindegewebe zu straffen gibt es verschiedene Methoden. Wie oben schon beschrieben, sind Lymphdrainagen, Wechselbäder und Massagen gern genutzte Wege. Allerdings bekämpfen diese nur die Symptome wie bspw. Wassereinlagerungen in der Haut. Wir wollen aber an die Ursache ran, denn nur so können wir dauerhaft das Hautbild verbessern. Und die Ursache ist hier unsere Evolution. Frauen haben von Haus aus ein Bindegewebe, welches eher streifenartig ist (Lamellen), so ist es dehnbarer, was vor allem in der Schwangerschaft ein großer Vorteil ist. Männer hingegen haben netzartiges Gewebe, deshalb kann Fett auch nur schwerer hindurch und so kommt es, dass Cellulite primär ein Problem der Frauen ist.

Aber zurück! Wir wollten ja schauen, wie wir das Bindegewebe straffen. Wenn wir es durch Krafttraining schaffen, dass wir die Muskelmasse wachsen lassen, dann wird unser Gewebe einerseits stärker und hält so besser das Fett im Depot (tief unten und weit von der Oberfläche entfernt) und andererseits polstert sich die Haut auf, so dass die Dellen quasi wieder nach Außen gedrückt werden und verschwinden.

Ihr seht also, ohne Krafttraining kann man nicht wirklich an die Ursache für Cellulite heran. Mit Cremes und Co. kämpft man (Frau) im wahrsten Sinne des Wortes nur oberflächlich. Wer aber dauerhaft etwas verändern will, muss also tieferliegend ran und das geht nur mit Krafttraining!

Im nächsten Beitrag werden wir euch zeigen, weshalb Laufen und anderer Ausdauersport nur die zweitbeste Wahl für das Anti-Cellulite-Programm ist. Bis dahin – stay tuned.

Eure MAIKAIs

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